Fräsen
Fräsen ist das Verfahren der Wahl, wenn es um prismatische Bauteile und komplexe dreidimensionale Geometrien geht, die sich nicht durch Rotation erzeugen lassen.
Anders als beim Drehen rotiert hier das Werkzeug, während das Werkstück definiert vorgeschoben wird. Die mehrschneidige Fräse trägt das Material schrittweise ab. Über die Zahl der Achsen und die Bahnsteuerung lassen sich nahezu beliebige Konturen, Taschen, Nuten und Freiformflächen fertigen.
5-Achs-Bearbeitung für komplexe Teile
Auf 4- und 5-achsigen Bearbeitungszentren wird das Bauteil in mehreren Ebenen gleichzeitig bearbeitet. Das reduziert das Umspannen, verkürzt Prozessketten und steigert die Genauigkeit, weil Bezugsflächen in einer Aufspannung erhalten bleiben. Gerade bei Bauteilen mit hoher Fertigungstiefe ist das ein entscheidender Qualitäts- und Wirtschaftlichkeitsfaktor.
Worauf es beim Fräsen ankommt
Werkzeuggeometrie, Schnittwerte und eine stabile Spannsituation bestimmen Oberflächengüte und Maßhaltigkeit. Bei dünnwandigen Teilen müssen Schwingungen und Wärmeeintrag beherrscht werden, um Form- und Lagetoleranzen einzuhalten.
- Prismatische Bauteile, Gehäuse, Halter und komplexe Freiformflächen
- Taschen, Nuten, Bohrbilder und Gewinde in einer Aufspannung
- 5-Achs-Simultanbearbeitung für anspruchsvolle Geometrien
- Enge Form- und Lagetoleranzen auch bei filigranen Konturen