Aluminium drehen und fräsen
Aluminium gilt als leicht zerspanbar – doch gerade das täuscht: Über Oberflächengüte und Maßhaltigkeit entscheiden die Details aus Legierung, Werkzeug und Schnittparametern.
Der geringe Werkstoffwiderstand erlaubt hohe Schnittgeschwindigkeiten und macht Aluminium zu einem wirtschaftlichen Werkstoff für Dreh- und Frästeile. Sein niedriges Gewicht bei guter Festigkeit macht es vor allem in Luft- und Raumfahrt, Messtechnik und Maschinenbau attraktiv.
Worauf es ankommt
Die richtige Legierungsauswahl ist der erste Schritt – von gut zerspanbaren Automatenlegierungen bis zu hochfesten Luftfahrtlegierungen verhält sich jeder Werkstoff anders. Entscheidend sind außerdem eine scharfe, polierte Werkzeuggeometrie gegen Aufbauschneiden sowie abgestimmte Schnittparameter, um Grate zu vermeiden und beste Oberflächen zu erzielen.
- Legierungsgerechte Auswahl von Werkzeug und Schnittwerten
- Scharfe, aufbauschneidenarme Werkzeuggeometrien
- Hohe Schnittgeschwindigkeiten für wirtschaftliche Fertigung
- Saubere Spanabfuhr für gratarme, maßhaltige Bauteile
Präzision trotz Leichtigkeit
Aluminium reagiert empfindlich auf Wärmeausdehnung und Spannkräfte. Bei dünnwandigen Teilen sind eine durchdachte Spannstrategie und Prozessführung notwendig, damit die Toleranzen auch nach dem Ausspannen sicher eingehalten werden.