Schleifen
Wo engste Toleranzen und feinste Oberflächen gefragt sind, führt kein Weg am Schleifen vorbei – es erzeugt Passungen und Güten, die andere Verfahren nicht erreichen.
Beim Schleifen trägt eine rotierende Schleifscheibe mit einer Vielzahl geometrisch unbestimmter Schneiden feinste Materialmengen ab. So entstehen Maßgenauigkeiten im Mikrometerbereich und Oberflächen mit sehr geringer Rautiefe – häufig als Finish-Bearbeitung nach dem Drehen oder Fräsen, insbesondere bei gehärteten Werkstoffen.
Die wichtigsten Schleifverfahren
- Außenrundschleifen für zylindrische Passsitze mit engsten Durchmessertoleranzen
- Spitzenloses Schleifen für wirtschaftliche Bearbeitung großer Mengen rotationssymmetrischer Teile
- Flachschleifen für ebene Flächen mit hoher Parallelität und Oberflächengüte
- Innenschleifen für präzise Bohrungen und Innenkonturen
Schleifen als Qualitätsmerkmal
Gerade bei Implantatkomponenten und hochbelasteten Präzisionsteilen entscheidet die Oberflächengüte über Funktion und Lebensdauer. Durch die Kombination von Schleifen mit anschließender Feinbearbeitung wie Honen und Läppen lassen sich Oberflächen realisieren, die höchsten Anforderungen genügen.